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Werk Golßen IIIAller Aqua

 

 Vor zehn Jahren wurde die Emsland Aller

Aqua GmbH gegründet

 

Im November 2006 rollte der erste Bagger auf das Gelände neben der bestehenden Emsland-Stärkefabrik am Golßener Bahnhof. Heute werden hier auf modernsten Produktionsanlagen Erbseneiweiß und Fischfutter hergestellt. 100 Mitarbeiter haben einen sicheren Arbeitsplatz.

 

Zwei Unternehmen gründeten im September 2006 die Emsland Aller Aqua GmbH in Golßen: die dänische Aller Aqua Technologies APS und die Emsland Group mit Hauptsitz in Emlichheim. Das zehnjährige Bestehen wurde gestern in Golßen begangen. Es war ein wichtiger Markstein dafür, dass der Produktionsstandort erhalten blieb und gestärkt wurde.

Der Fischfutterhersteller aus Dänemark war auf der Suche nach einer Alternative, und die Emsland Group hatte bereits die Pläne für eine Fabrik zur Herstellung von Proteinen und Stärke aus Erbsen in der Schublade. "Acht Leute aus Golßen und Emlichheim hatten diese Technologie entwickelt und das fertige Konzept 2004 präsentiert. Doch es war noch nicht der richtige Zeitpunkt", blickte Geschäftsführer Martin Jahn zurück.

Als die dänischen Partner ihren Bedarf aufzeigten und einstiegen, ging es zügig voran. Rund 30 Millionen Euro investierte die Emsland Aller Aqua GmbH am Standort in Golßen. Im September 2008 nahm das Fischfutterwerk seine Produktion auf. 2015 war laut Martin Jahn das bisher erfolgreichste Jahr in der noch jungen Firmengeschichte. 75.000 Tonnen Stärke und Protein sowie 32.000 Tonnen Fischfutter wurden produziert. Hauptabnehmer seien Fischzuchtbetriebe in Deutschland, Nigeria, Italien und der Türkei. Erbseneiweiß werde in die USA an Futterhersteller geliefert. In Asien sei die Glasnudelindustrie Hauptabnehmer für die in Golßen produzierte Stärke aus Erbsen.

 

Golßen

Beim Rundgang durch die modernen Produktionsanlagen in Golßen

erklärt MitarbeiterUdo Hampusch den Geschäftspartnern, wie aus

Erbseneiweiß und weiteren Ausgangsproduktenhochwertiges Fisch-

futter hergestellt wird. Unter ihnen auch Brandenburgs Wirtschafts-

minister Albrecht Gerber (links). Foto: B. Keilbach/bkh1

 

"Der Zusammenschluss von zwei starken Unternehmen, um etwas Neues zu schaffen, ist für das Land Brandenburg und die Ernährungsbranche ein Gewinn", würdigte Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) die Entwicklung. Golßen als traditioneller Standort der Ernährungsindustrie sei damit weiter gestärkt worden. Als einen weiteren wichtigen Punkt hob er hervor, dass das Unternehmen einen funktionierenden Betriebsrat habe. Die zehnjährige Geschichte des Unternehmens sei beeindruckend, erklärte Jens-Herrmann Kleine (CDU), Amtsdirektor des Amtes Unterspreewald. "Sie zeigt, wie gut es ist, wenn Menschen aus der Region hier wohnen bleiben und ein Unternehmen mit Engagement führen." Die moderne Produktionsstätte trage nicht unwesentlich zur hohen Wirtschaftskraft des Amtes bei. Mit 595 Euro habe die Pro-Kopf-Steuereinnahmekraft je Einwohner im Amt Unterspreewald 2015 höher gelegen als in den benachbarten Städten Lübben (520 Euro) und Luckau (588 Euro).

 

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