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DürreBereits früh hatte die Abteilung Rohstoffbeschaffung der Emsland Group auf die dramatische Lage auf den Kartoffelfeldern der Vertragslandwirte der Unternehmensgruppe hingewiesen. Auch der Bundesverband BOGK wies bereits im Juli auf die Situation hin. Nun beginnen die Fabriken der Unternehmensgruppe nach und nach mit der Verarbeitung der Kartoffeln und leider bestätigen sich die Befürchtungen, die Kartoffelernte betreffend.


Die europäische Kartoffelernte wird in diesem Jahr auf einem historisch niedrigen Niveau liegen, welches die Erzeuger, die verarbeitenden Unternehmen und nicht zuletzt deren Kunden vor massive Herausforderungen stellen wird. Bei Ernteausfällen im Kartoffelbereich, die in einigen Fällen zum Totalausfall geführt haben, wird die Verfügbarkeit der Kartoffelprodukte deutlich eingeschränkt sein.


Die Rohstoffbörsen für Kartoffeln reagieren bereits seit geraumer Zeit massiv. Gleichzeitig erhöhen bereits erste Pflanzkartoffelproduzenten ihre Preise für den Anbau 2019, da auch in diesem Bereich mit Mindererträgen und Qualitätsproblemen zu rechnen ist, so dass die Trockenheit auch Auswirkungen auf die Auspflanzungen im nächsten Jahr haben könnte.


Vor dem Hintergrund dieser Herausforderungen, mit denen die europäischen Unternehmen insgesamt konfrontiert werden, hat die Emsland Group ein Rohstoffsicherungsmodell mit den Vertretern der Erzeuger erarbeitet. Dieses Modell unterstützt die Erzeuger durch Ausgleich eines Teiles des Schades durch einen Dürrezuschuss und setzt gleichzeitig Anreize, möglichst viel Rohstoff zu liefern. Weiterhin wird ein Rohstoffsicherungszuschuss festgelegt, der den Anbau für das Jahr 2019 sichern soll. Zusätzlich werden die Lieferanten durch ein Vorziehen der Auszahlungstermine für gelieferten Rohstoff in Ihrer Liquidität unterstützt, so dass finanzielle Engpässe bei der Ernte der Kartoffeln und vor allem der Bestellung im Frühjahr gemindert werden können. Die Gesamtmaßnahmen gelten im Paket nur für die Betriebe, die Ihren Kartoffelanbau 2019 in gleicher Höhe wie in 2018 fortführen.


Damit sollen frühzeitig Signale gesetzt werden, die Rohstoffversorgung der Jahre 2018 und 2019 so weit wie möglich zu sichern, so dass Kundenwünsche der Situation entsprechend optimal beliefert werden können.


Insgesamt hat die Unternehmensgruppe damit in einem absoluten Ausnahmejahr wichtige Maßnahmen beschlossen, die langfristige Rohstoffsicherung des Unternehmens auszubauen. Diese werden jedoch kurzfristig nicht verhindern können, dass durch die Dürre eine deutlich eingeschränkte Lieferfähigkeit bei gleichzeitig steigenden Preisen in allen Bereichen entsteht. Wir haben die große Hoffnung, dass alle Kunden diese Strategie nachvollziehen können und der nachhaltigen Rohstoffsicherung Priorität einräumen.