Werk Kyritz

Die Stärkefabrik Kyritz wurde 1873 durch den Kaufmann Carl Conrad errichtet und umfasste zuerst nur die Herstellung von Kartoffelstärke. Die Kartoffelverarbeitung betrug anfangs 125 Tonnen pro Tag. Im Jahr 1991 wurde die inzwischen zu einer GmbH gewordene Stärkefabrik von der Emsland-Stärke GmbH übernommen.

Seit diesem Zeitpunkt erfolgte eine umfassende Sanierung aller Werksbereiche. Heute werden in Kyritz bis zu 270.000 Tonnen Kartoffeln von etwa 100 Beschäftigten zu 60.000 Tonnen Kartoffelstärke verarbeitet. Weiterhin werden wertvolle Bestandteile der Kartoffel, wie Fasern in feuchter und trockener Form, gewonnen sowie Frucht- und Prozesswasser auf Grund ihres Düngewertes einer landbaulichen Nutzung zugeführt. Mit einem Stärkeveredlungsanteil von 55 % wird ein bedeutender Teil der nativen Kartoffelstärke in hochwertige Stärkemodifikate umgewandelt, die auch Grundstoff für die Herstellung von Stärkemischprodukten im Werk sind.

Das Werk Kyritz hat sich in der Unternehmensgruppe zu einem bedeutenden Standort in der Herstellung von Stärkeveredlungsprodukten für die Nahrungsmittelindustrie entwickelt und beliefert Kunden weltweit.
In den kommenden Jahren wird man sich in Kyritz verstärkt der Weiterentwicklung von Verfahren zur Stärkegewinnung und -modifikation widmen. Parallel hierzu rücken Gesichtspunkte einer noch intensiveren Nutzung der Kartoffelinhaltsstoffe in den Vordergrund. Dies wird verbunden mit neuen Verfahren und Techniken sein, die eine weitere Qualifizierung des Umgangs mit der Ressource Wasser beinhalten.